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Mein Freund Harvey   v. Mary Chase

Die diplomatische Antwort würde wohl lauten: Normal ist subjektiv. Konkret: Kann man es als normal bezeichnen, mit einem 2,20m großen, weißen Hasen befreundet zu sein, den man zwar selbst sieht, der sich aber für den Rest der Welt als unsichtbar erweist?
Unser Subjekt, ein verschrobener Junggeselle namens Elwood P. Dowd, sieht in seinem tierischen Freund Harvey nichts abnormales - zum Leidwesen der noblen Verwandtschaft. Die setzt sich energisch dafür ein, dass Elwood wieder “normal” wird. Doch auf alle entgegengebrachte Aggressivität antwortet unser sanfter Held mit vertraulicher Liebenswürdigkeit. Er staunt über alles und jeden und ist unaufhörlich damit beschäftigt, dieses Staunen zu verarbeiten. Ähnlich der Hauptfigur der Komödie, kann wohl auch das Tollhaus-Theater als “nicht ganz normal” eingestuft werden: Wieder einmal wird sich einem Klassiker des vergangenen Jahrhunderts gewidmet, der unter anderem durch die Verfilmung mit James Steward im Jahre 1954 zu weltweitem Erfolg avancierte und bis heute zu den beliebtesten Evergreens auf internationalen Theaterbühnen zählt. Unter der Regie von Jakob Flörchinger will das Tollhaus-Theater nicht nur Spaß und Spielfreude vermitteln, sondern auch ein Stück Toleranz - all denen gegenüber, die eine kleine Macke haben. Und die hat bekanntlich jede(r).

 

Mitwirkende:

Elwood P Dowd: Robert Koch
Veta Loise Simmons: Silvia Zang
Myrtle Mae Simmons: Eva Schmitt
Omar Gaffney: Herbert Rettinger
Dr. Williams R. Chumley: Günther Thünemann
Dr. Lymann Sanderson: Andreas Bieber
Ruth Kelly: Perry Cakmak
Marvin Wilson: Heiko Rosenberger
E. J. Lofgreen: Wolfgang Schlett
Mrs. Ethel Chauvenet: Elisabeth Lippert
Betty Chumley: Claudia Bannwitz
Marie: Ursula Häcker
   
Regie: Jakob Flörchinger
Technik: Bernd Löffler
Bühnenbau: Frank Schmitt / Martin Zang
Souffleuse: Ursula Häcker
Inspizenten: Simone Schüßler / Kathrin Harth