»Es lebe das Unsichtbare« (ursprüngliche deutsche Fassung »Die
Geisterkomödie«) ist eines der auch international erfolgreichsten
Theaterstücke Noel Cowards, dem damit eine Wiederbelebung der in
Großbritannien äußerst beliebten Geisterkomödien mit Gespenstern und allem
Hokuspokus, der dazu gehört, gelang. Es ist ein mit schwarzem britischen
Humor durchsetztes, leicht frivoles Bühnenstück, das das Übersinnliche zum
Anlass für verwirrende Ereignisse, spritzige Dialoge und eine überbordende
Situationskomik nimmt. In Deutschland wird es meist in der Bearbeitung von
Curt Goetz nach wie vor mit großem Erfolg von Boulevardbühnen aufgeführt.
Der mit seiner zweiten Frau Margret zufrieden in Kent lebende Schriftsteller
Charles Condomine hört von den Erfolgen der Geisterbeschwörerin Miss Arcati
und lädt sie zu sich ein, um Material für einen Roman zu sammeln, der das
Übersinnliche zum Inhalt hat. Miss Arcati nimmt mit Erfolg Kontakt zu
Condomines erster Frau Hazel auf, die auch prompt erscheint. Die Komik der
Situation resultiert aus der Tatsache, dass nur Condomine den Geist sehen
und hören kann, nicht jedoch Margret.
Sowohl die witzigen Dialoge als auch Situationskomik machen dieses Stück zu
einer sehr unterhaltsamen Komödie. Der oft als typisch englisch gerühmte
schwarze Humor trägt zu dieser Wirkung bei, indem das Ungewöhnliche hier
die Geister anscheinend gleichmütig als etwas Selbstverständliches
akzeptiert wird.
