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Es Lebe das Unsichtbare  v. Noel Coward

 

»Es lebe das Unsichtbare« (ursprüngliche deutsche Fassung »Die
Geisterkomödie«) ist eines der auch international erfolgreichsten
Theaterstücke Noel Cowards, dem damit eine Wiederbelebung der in
Großbritannien äußerst beliebten Geisterkomödien mit Gespenstern und allem
Hokuspokus, der dazu gehört, gelang. Es ist ein mit schwarzem britischen
Humor durchsetztes, leicht frivoles Bühnenstück, das das Übersinnliche zum
Anlass für verwirrende Ereignisse, spritzige Dialoge und eine überbordende
Situationskomik nimmt. In Deutschland wird es ­ meist in der Bearbeitung von
Curt Goetz ­ nach wie vor mit großem Erfolg von Boulevardbühnen aufgeführt.
Der mit seiner zweiten Frau Margret zufrieden in Kent lebende Schriftsteller
Charles Condomine hört von den Erfolgen der Geisterbeschwörerin Miss Arcati
und lädt sie zu sich ein, um Material für einen Roman zu sammeln, der das
Übersinnliche zum Inhalt hat. Miss Arcati nimmt mit Erfolg Kontakt zu
Condomines erster Frau Hazel auf, die auch prompt erscheint. Die Komik der
Situation resultiert aus der Tatsache, dass nur Condomine den Geist sehen
und hören kann, nicht jedoch Margret.
Sowohl die witzigen Dialoge als auch Situationskomik machen dieses Stück zu
einer sehr unterhaltsamen Komödie. Der oft als typisch englisch gerühmte
schwarze Humor trägt zu dieser Wirkung bei, indem das Ungewöhnliche ­ hier
die Geister ­ anscheinend gleichmütig als etwas Selbstverständliches
akzeptiert wird.


zum Autor:


Noel Coward, geboren 16. Dezember 1899 in Teddington (Middlesex), gestorben 26. März 1973 in Port Maria (Jamaica)
Noel Coward, Sohn eines Klavierhändlers, bekam früh Unterricht im Tanzen und
Singen und stand bereits im Alter von elf Jahren auf der Bühne. Nach
Kurzgeschichten verlegte er sich ab 1925 auf frech-frivole Komödien, in
denen er die Hauptrolle spielte und teils selbst Regie führte. Außerdem war
das Allround-Talent als Filmschauspieler, Komponist und Musiker tätig und
trat auch in seinen eigenen Musicals und Revuen auf.
Seine Stücke sind technisch perfekte Unterhaltungskomödien, mit denen Coward
die englische Tradition der »comedy of manners« geschickt wiederbelebte. In
ihnen verspottet er moralische Konventionen und überlebte Verhaltensweisen,
oft bezieht er erotische Themen ein, die er mit brillanten Einfällen,
witzigen Dialogen und überraschenden szenischen Situationen zu einem
amüsanten, kurzweiligen Ganzen zusammenfügt: pikante Zeitsatiren, die auf
amüsante Weise schockieren wollen.
Mit der Komödie »Heufieber« wurde er 1925 bekannt, mit »Hochzeitsreise«
(Uraufführung 1930) und »Geisterkomödie« (im Original »Blythe Spirit«,
Uraufführung 1941) errang er einen Platz unter den führenden Komödienautoren
seiner Zeit. Ein großer Erfolg wurde auch das patriotische Familiendrama
»Cavalcade« von 1931, eine Mischung aus Schauspiel und Musical, das in 22
Szenen ein Panorama Englands seit der Jahrhundertwende zeigt. In Deutschland
werden vor allem die »Geisterkomödie« und sein letztes Stück. »Duett im
Zwielicht« (Uraufführung 1966), noch immer viel gespielt. 1970 wurde der
»große Meister des englischen Boulevardtehaters« geadelt.

 

Mitwirkende:

Charles Condomine Herbert Rettinger
Margret Claudia Bannwitz
Hazel Renate Baumann
Dr. Bradmann Robert Koch
Mrs. Bradmann Simone Schüßler
Madame Arcati Silvia Zang
Rose Ursula Häcker
Pfarrer Hamilton Günter Thünemann
Regie: Günter Thünemann
Technik/Bühnenbau Thomas Orschler, Daniel Jordan, Daniel Schlett, Dietmar (Tom) Domröse
Maske Silvia Zang, Robert Koch
Souffleuse / Kasse Teresa Bahmer, Jana
Bühnenbau Thomas Orschler / Dietmar (Tom) Domröse / Daniel Jordan / Daniel Schlett