zurück

Der Hund im Hirn v. Curt Götz

Auf die Dauer sind schöne Männer langweilig! Und deshalb braucht eine schöne Frau zwei Männer! Einen für die Seele, und einen für den Körper." So lautet die Philosophie, die die schöne Eva ihrem Mann, dem Professor, gegenüber vertritt. Und weil die junge Dame weder auf den Mund gefallen noch besonders pietätvoll ist, schleppt sie gleich darauf ihren vom Hund gebissenen Geliebten an, auf das der Gatte ihn verarzten möge. Der fügt sich geduldig, behandelt den Patienten und jubelt ihm eine Tollwut unter. Der Nebenbuhler verliert angesichts des vermeintlich nahenden Todes Kontrolle und Gesicht, und der Professor beweist der untreuen Frau, dass ihr Galan weder Klasse noch Charisma besitzt.

Die Kommode v. Curt Götz

Balthasar Fröhlich hat einen wichtigen Posten inne: Er ist Cheffriseur am ehemaligen Hoftheater. Somit ist der gemütvolle Biedermann Stolz und Mittelpunkt seiner sächselnden Sippschaft, mit der er ein betulich munteres Leben fristet, dem selbst die Tyrannei der steinalten Tanten keinen Abbruch tun kann, die in der oberen Etage haust und sich durch ständiges Klopfen mit dem Stock Aufmerksamkeit verschafft. Eines Tages, der Herr Intendant ist gerade zu Besuch, vernimmt man statt des vertrauten Klopfens einen lauten Rumms – und Tantchen liegt tot am Boden. Nun geht das Gezerre um Tantchens Kommode los, in der Mutter Fröhlich wie auch die herbeigeeilte Verwandtschaft Geheimfächer mit Erspartem vermuten. Man zankt und balgt sich, jedem soll das Prachtstück versprochen gewesen sein, und schließlich schwört man, einander vor Gericht zu zitieren. Da klopft es von oben, Tantchen hat bloß ein Nickerchen gemacht, also: Kommando zurück, Kommode nach oben. Als das sperrige Möbel endlich wieder am angestammten Platze angelangt ist, segnet die Tante endgültig das Zeitliche, was bedeutet: Kommode wieder runter – auch wenn es nicht das geringste Zeichen für Geheimfächer gibt. Aber wenigstens entdeckt Vater Fröhlich den letzten Willen: "Alles, was ich hinterlasse, / Soll im Feuer sterben. / Wo nichts ist, gibt ’s keinen Streit / Und auch nichts zu erben! / Es war einmal, heißt es im Märchen ... / Wiedersehen! / Tante Klärchen!"
 

 

Mitwirkende:

Der Hund im Hirn  
Herr Professor Herbert Rettinger
Frau Professor Silvia Zang
Herr Tittori Robert Koch
Johann Daniel Schlett
Die Kommode  
Balthasar Fröhlich Robert Koch
Idchen (seine Frau) Silvia Zang
Marie-Louise Claudia Bannwitz
Philipp August Daniel Schlett
Intendant Benneckendorf Herbert Rettinger
Tante Linchen Simone Schüßler
Onkel Gustav Wolfgang Schlett
Dr. Ochsenbein Herbert Rettinger
   
Regie: Heiko Rosenberger
Bühnenbau Thomas Orschler / Dietmar (Tom) Domröse
Technik Jürgen Koch, Daniel Schlett, Bernd (Butz) Löffler
Souffleuse Teresa Barmer, Renate Baumann
Maske Perihan Cakmak, Silvia Zang, Robert Koch
MusikalischeAuswahl Heiko Rosenberger
Kasse Teresa Barmer, Renate Baumann
Tollhaus Präsentation Renate Baumann, Teresa Barmer, Tom, Ursula Ohmer