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Auf die Dauer sind schöne Männer langweilig! Und deshalb
braucht eine schöne Frau zwei Männer! Einen für die Seele, und einen für den
Körper." So lautet die Philosophie, die die schöne Eva ihrem Mann, dem
Professor, gegenüber vertritt. Und weil die junge Dame weder auf den Mund
gefallen noch besonders pietätvoll ist, schleppt sie gleich darauf ihren vom
Hund gebissenen Geliebten an, auf das der Gatte ihn verarzten möge. Der fügt
sich geduldig, behandelt den Patienten und jubelt ihm eine Tollwut unter.
Der Nebenbuhler verliert angesichts des vermeintlich nahenden Todes
Kontrolle und Gesicht, und der Professor beweist der untreuen Frau, dass ihr
Galan weder Klasse noch Charisma besitzt. |
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Balthasar Fröhlich hat einen wichtigen Posten inne: Er ist
Cheffriseur am ehemaligen Hoftheater. Somit ist der gemütvolle Biedermann Stolz
und Mittelpunkt seiner sächselnden Sippschaft, mit der er ein betulich munteres
Leben fristet, dem selbst die Tyrannei der steinalten Tanten keinen Abbruch tun
kann, die in der oberen Etage haust und sich durch ständiges Klopfen mit dem
Stock Aufmerksamkeit verschafft. Eines Tages, der Herr Intendant ist gerade zu
Besuch, vernimmt man statt des vertrauten Klopfens einen lauten Rumms – und
Tantchen liegt tot am Boden. Nun geht das Gezerre um Tantchens Kommode los,
in der Mutter Fröhlich wie auch die herbeigeeilte Verwandtschaft
Geheimfächer mit Erspartem vermuten. Man zankt und balgt sich, jedem soll
das Prachtstück versprochen gewesen sein, und schließlich schwört man,
einander vor Gericht zu zitieren. Da klopft es von oben, Tantchen hat bloß
ein Nickerchen gemacht, also: Kommando zurück, Kommode nach oben. Als das
sperrige Möbel endlich wieder am angestammten Platze angelangt ist, segnet die Tante endgültig das Zeitliche, was
bedeutet: Kommode wieder runter – auch wenn es nicht das geringste Zeichen für
Geheimfächer gibt. Aber wenigstens entdeckt Vater Fröhlich den letzten Willen:
"Alles, was ich hinterlasse, / Soll im Feuer sterben. / Wo nichts ist, gibt ’s
keinen Streit / Und auch nichts zu erben! / Es war einmal, heißt es im Märchen
... / Wiedersehen! / Tante Klärchen!"
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